Jedes Rezept ist von uns selbst entwickelt

Immer wieder werden wir gefragt, woher unsere Rezepte stammen. Die Antwort ist kurz und einfach: Jedes Rezept ist selbstentwickelt. Hier möchte ich mal den Blick etwas lüften und mehr über die Entstehung unserer Bällchen schreiben.

Die Entstehungsgeschichte unserer Bällchen beginnt nicht im Labor. Sie ist so unterschiedlich wie unsere Bällchen selbst. Manchmal kommt eine Kundenanfrage, die meine/unsere Kreativität erfordert. Manches mal lese oder höre ich etwas und ich bekomme eine Idee. Und manchmal entsteht ein Bällchen einfach so. Eines ist allen unseren Bällchen aber gemein: sie werden für unsere Kunden gemacht! Sie sollen lecker schmecken, gesund sein und beim Essen (auch nach dem Essen) Freude bereiten.

Wenn ein neues Rezept entstehen soll, ist das ein bisschen wie schwanger gehen. In meinem Kopf gehen die einzelnen Rohstoffe, die ich verwenden möchte, miteinander Paarungen ein. Es gibt Kombinationen, die harmonisch miteinander zusammen passen. Dann stelle ich mir die Frage nach Allergie auslösenden Komponenten und möglichen Wechselwirkungen von Rohstoffen. Passt das alles wirklich gut zusammen? Und ganz klar, schmeckt das, was ich mir ausdenke?

Bin ich zu einem für mich zufriedenstellenden Ergebnis gekommen, probiere ich das erste Mal die Füllung und die Hülle aus. Dabei schreibe ich alle Zutaten und die verwendeten Mengen auf. Diese werden im Team-Kreis ausprobiert und geschmeckt. Sind Hülle und Füllung gut angekommen, eventuelle Änderungen diskutiert, notiert und ausprobiert, wird ein Termin für einen Produktionstestlauf festgelegt und das neue Bällchen gefertigt. Im Rahmen dieser ersten Fertigung erfolgt die Feinabstimmung der Gewürze. Nach Fertigung und Tiefkühlung heißt es, sich ein paar Tage in Geduld zu üben, denn erst nach einigen Tagen in der Tiefkühlzelle haben unsere Bällchen den tatsächlichen „Endgeschmack“. Ich muss gestehen, dass es für uns jedes Mal aufs Neue ein spannender Moment ist, wenn ein neues Bällchen probiert wird.

Ein Bällchen zu probieren ist als Erstes eine Frage des Geschmacks. Schmeckt es? Wenn ja, wie? Wie fühlt sich das Bällchen auf der Zunge an? Kitzelt es die unterschiedlichen Geschmacksnerven auf unserer Zunge und Gaumen? Wenn das positiv geklärt ist, dann geht es daran, die  einzelnen Erhitzungsarten zu testen. Meistens mache ich das am Abend bei uns zu Hause. Da wird dann gebraten, gekocht, gedünstet, gebacken und frittiert. Es werden Zeiten gemessen und Temperaturen erfasst. Dabei ist es gar nicht so einfach Werte, festzulegen, habe ich doch festgestellt, das Backofen und Backofen recht unterschiedlich sein können. Ist alles das erfolgreich abgeschlossen, ist ein neues Rezept entstanden.

Unser Tomate-Mozzarella-Bällchen

Im Januar war eine Freundin von uns zu Besuch zum Mittagessen. An diesem Tag testeten wir ein Rezept für eine neue Füllung für das Tomate-Mozzarella-Bällchen. Diese Füllung verkosteten wir miteinander und ich war nicht so überzeugt davon. Meine Freundin aber war total begeistert. Also fertigten wir doch einen Probelauf und gaben diesen in den Schockfroster. Als wir zwei Tage später das fertige Bällchen kosten konnten, waren wir alle davon begeistert. Ihr zu Ehren müsste unser Tomate-Mozzarella-Bällchen eigentlich Raffaela heißen, denn ohne sie hätte dieses Bällchen nicht das Licht der Welt erblickt.

Nachtrag: Warum der Blog entstand

Heute kam Corinna mit einer Bäckertüte ins Büro. Auf der Tüte stand als oberster Punkt folgendes zu lesen: Unsere Backwaren werden nach hauseigenen Rezepturen hergestellt. Daraufhin ihr Kommentar: „Das können wir doch auch.“